Gender

Seit über zehn Jahren beschäftigt mich das Thema Gender durch meine Arbeit für Projekte wie "Frauen ans Netz", "Girls'Day", "Boys'Day", "Neue Wege für Jungs", "Komm, mach MINT." sowie Studien zu MINT entlang der Bildungskette oder Frauen in technischen Berufen. Nachfolgend eine Auswahl von Informationen zu meinem Spezialthema.

Das passt in keine Schublade

Dieses interaktive Online-Projekt macht Spaß und räumt mit Gender-Klischees auf: Die Designer Amrei Andrasch und Dea Dantas Vögler räumen in den Gender-Schubladen auf: Eine "nackte" Figur kann mit Brustbehaarung, Babyflasche, Bierkrug oder Netzstrümpfen ausgestattet werden. Typisch männlich? Typisch weiblich? Dieser Spaß ist kombiniert mit Fakten und Infografiken. www.entschubladen.de

Gender-Toolbox für technische Hochschulen

Im Zuge des demografischen Wandels verschärft sich der Wettbewerb der Hochschulen um qualifiziertes Lehrpersonal und die besten Studierenden. "Diversity", "Vielfalt" und "mehr Frauen" wünschen sich insbesondere technische Hochschulen. Aber wie neue Zielgruppen tatsächlich erreicht werden und wie sich Gendersensibilität in der Praxis tatsächlich umsetzen lässt, darüber herrscht oftmals Ratlosigkeit. Prof. Dr. Susanne Ihsen und Prof. Dr. Antje Ducki schließen diese Lücke mit ihrer sehr anwendungsorientierten Gender-Toolbox. Sie gibt einen Überblick über alle relevanten Themen und Argumentationen für eine gendersensible Lehre in den Ingenieurwissenschaften.

Zur lesenswerten Einführung gibt es die Geschichte "Wie passen Elefant und Giraffe in ein Haus?" von R. Roosevelt Thomas

PDF Gender-Toolbox

So kriegen Sie alle!

Sind Technikberufe immer noch eine Männerdomäne? Oder gibt es für diese Berufe einfach keine Frauen?

Aktuelle Statistiken zeigen, dass sich immer mehr Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen ausbilden lassen - oft schneiden sie dort sogar besonders gut ab. Aber warum bewerben sich diese Frauen nicht auf die Stellenausschreibung vieler technischer Unternehmen?

Oft ist es so, dass die Anzeigen - bewusst oder unbewusst - nur Männer ansprechen. Das Wirtschaftsministerium und das Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Baden-Württemberg haben gemeinsam mit der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit eine Handreichung herausgegeben, die Abhilfe schafft: "So kriegen Sie alle! - Anregungen zur geschlechterneutralen Kommunikation für Personalverantwortliche und Unternehmen". An praktischen Beispielen wird gezeigt, wie Sprache und Bilder in Stellenanzeigen eingesetzt werden können, damit sie Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen.

Download der Handreichung

Komm, mach MINT.

Der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen "Komm, mach MINT." möchte das Potenzial von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe erschließen. Denn schon heute fehlen in Deutschland entsprechende Fachkräfte. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich ein breites Bündnis aus Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Frauen-Technik-Netzen, Medien und öffentlichen Einrichtungen zusammengeschlossen. Mehr als 130 Partnerinnen und Partner haben über 1.000 Projekte unter dem Dach von "Komm, mach MINT!" gebündelt. Der Pakt verfolgt damit drei Ziele:

  • ein realistisches Bild der ingenieur- und naturwissenschaftlichen Berufe zu vermitteln und Chancen für Frauen in diesen Feldern aufzuzeigen,
  • junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu begeistern,
  • Hochschulabsolventinnen für Karrieren in technischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu gewinnen.

mehr unter www.komm-mach-mint.de